Sonntag, 28. Mai 2017

Crepes



Crêpes
Zutaten:                                                                      Utensilien:                                                                                                                                   
200g Mehl                                                             Bratpfanne
400 ml Milch                                                         Schneebesen
150 ml Wasser                                                     Schüssel
1 Prise Salz
4 St. Eier
Öl zum Braten

Heut will ich dich mit Crêpes verführühren
Man muss nur Mehl mit Ei verrühren.
Du arbeitest in sanfter Ruh
Gib Wasser und auch Milch dazu

Damit kommst du niemals ins Schwitzen,
bring nun die Pfanne zum Erhitzen.
Pass auf, dass du dich nicht verbrennst.
Vor Schmerzqualen zum Notarzt rennst
Du musst die Crêpes nur goldbraun braten
Brauchst zehn Minuten, um zu warten.
Danach servier sie auf den Tisch
So ist es lecker und auch frisch.  



Die Sterntaler



Märchen in Gedichten 12- Die Sterntaler

Einst war ein Mädchen auf der Welt
Es lebte ohne großes Geld
Mit Brot und Kleidern kam sie aus.
Ins Feld ging es, verließ das Haus.

Da kam ein armer, alter Mann,
der nichts zu essen kaufen kann.
Obwohl das Mädchen selbst in Not,
gab es dem alten ab sein Brot.

Ein andres Mädchen kam daher.
Es ohne Leibchen fror so sehr.
Der Anblick war dem Mädchen Graus.
So zog es auch sein Leibchen aus.

Das nächste um ein Röcklein fleht.
Und als es weiter wandern geht,
bekommt ein Junge noch ihr Hemd.
Es hat nun nichts, doch halt! Moment!

Ein Sternschauer vom Himmel fällt,
wird auf der Erde rasch zu Geld.
Für seine Güte lohnt man^s gleich
Das Mädchen wird fürs Leben reich

Ilja Averbukh (Nach dem Märchen der Gebrüder Grimm)
  

Vom Fischer und seiner Frau.



Märchen in Gedichten 11-
Vom Fischer und seiner Frau.
Ein Ehepaar lebte lange sehr
In einer Lehmhütte am Meer.
Es lebte arm, war gar nicht reich.
Der Mann war Fischer und kein Scheich.

Das Angeln war des Mannes Lust
Und seine Frau verfiel in Frust,
wenn wurde mal nichts mitgebracht.
Da hat er großen Fang gemacht.

Drei Mal es wurde gar nichts draus,
dann zog er einen Goldfisch raus.
Drei Wünsche Zauber er verspricht,
wenn kommt er auf die Pfanne nicht.

Der  Fischer will nichts, lässt ihn gehn,
doch muss der Frau nun Antwort stehn
weshalb vom Fisch er nichts verlangt..
der arme um sein Leben bangt.

Sie sagt zu ihm:
„ Du dummes Stück,
geh sofort zu dem Fisch zurück
und wünsch mir einen neuen Trog!“
So traurig an das Meer er zog.

Zum Meer er geht,
der Fisch sagt dann:
„Leb ohne Kummer, alter Mann!
Geh nun zu deiner Hütte fort!
Ein neuer Trog schon wartet dort!

Den Trog hat nun die alte Frau,
doch ist sie wild wie eine Sau:
„Mit einem Trog komm ich nicht aus.
Drum wünsch mir, Dummkopf; jetzt ein Haus!“

Er geht zum Fisch, der Fisch sagt dann:
„Hab keine Sorgen, alter Mann!
Leb weiter wohl und geh nun fort

Zu deinem Haus.
Es steht schon dort!“

Anstatt der Hütte steht ein Haus.
Die Frau guckt aus dem Fenster raus und sagt
„Ein Häuschen? Bist du doof!
Ich wünsche einen Königshof“!

So geht er wieder fort zum Meer.
Erzählt dem Fisch, er leide schwer.
„Du bist es nicht, die Frau ist doof
Geh nun hinfort zum Königshof“!

Als wiederkommt der alte Mann,
er seinen Mund nicht schließen kann.
Die Frau im Schloss, am Körper Gold
Und hundert Diener sind ihr hold.

Doch das genügt der Ehefrau nicht.
Sie schreit dem Ehemann ins Gesicht:

„Ein Schloss? Das reicht nicht!
Ich will mehr!
Will herrschen übers blaue Meer,
will Meeresfrüchte auf den Tisch.
Als Diener deinen Zauberfisch!“

Als er nun das dem Fisch erzählt,
sagt er ihm nur:
„Genieß die Welt.
Den letzten Willen ich dir tu.
Die Frau bekommt, was ihr steht  zu“!


Der Mann zurück kehrt zu dem Ort.
Vom alten Reichtum ist nichts dort.
Hinfort ist es, der Greisin Glück.
Der alte Trog bleibt nur zurück.

Ilja Averbukh (Nach dem russischem Märchen  von A.S. Puschkin)
01.07.16


Das Märchen vom dummen Mäuschen



Märchen in Gedichten 10 – Das Märchen vom dummen Mäuschen
Sang dem Mäuschen vor die Mutter;
„Werde still und schlafe ein.
Kriegst das Reststück einer Kerze
Und die Brotrinde ist dein.“

Doch es bringt das dumme Mäuschen
Überhaupt nicht aus dem Häuschen:
„Dass du piepst, ist gar nicht schlau!
Such mir eine Kinderfrau“!

Und so ruft die Mutter Maus
Mutter Ent zu sich ins Haus:
„Uns besuche , mutter Ente,
bring ins Bett  die kleine Maus.“

Sang der Maus die Entenmutter:
„Quak, quak, quak, schlaf ein, mein guter!
Wenn du einschläfst fange ich
Einen Regenwurm für dich!“

Doch es bringt das dumme Mäuschen,
überhaupt nicht aus dem Häuschen:
„Deine Stimme ist zu laut.
Hast mir nur den Schlaf versaut!“

Und so ruft die Mutter Maus
Tante Kröte sich ins Haus
„Uns besuche, Tante Kröte.
Bring ins Bett die kleine Maus:“

Singt die Kröte vor dem kleinen:
„Quak, quak, quak, du musst nicht weinen.
Wenn du einschläfst, fang ich gleich
Eine Mücke dir am Teich“!

Doch es bringt das dumme Mäuschen
Überhaupt nicht aus dem Häuschen.
„So werd niiemals müde ich.
Du singst langweilig für mich.“

Und so ruft die Mutter Maus
Tante Pferd zu sich ins Haus
„Tante Pferd, komm uns  besuchen.
Bring ins bett die kleine Maus!

Tante Pferd beginnt zu wiehren:
„Träume süß, nichts kann passieren
Leg dich hin und schlaf zack zack
Geb dir einen Hafersack“!

Doch es bringt das dumme Mäuschen
Überhaupt nicht aus dem Häüschen:
„So werd nur noch wacher ich.
Singst zu merkwürdig für mich.“

Und so ruft die Mutter Maus
Tante Schwein zu sich ins Haus
„Tante Schwein, komm uns besuchen.
Bring ins Bett die kleine maus“!

Tante Schwein beginnt zu grunzen:
„seh die Träume, Liebling unser.
Schlafe ein, beruhig dich schnell.
Es ist dunkel und nicht  hell“

Doch es bringt das dumme Mäuschen
Überhaupt nicht aus dem Häuschen.
„Du singst viel zu streng für mich!
So werd nicht behandelt ich!“

Und so bringt die Mutter Maus
Mutter Huhn zu sich nach Haus:
„Mutter Huhn, komm uns besuchen
Bring ins Bett die kleine Maus“!

Mutter huhn beginnt zu singen:
„Fester Schlaf wird dir gelingen.
Auf dem Flügel ich dich will
Dort wird’s warm sein und auch still.“

Doch es bringt das dumme Mäuschen,
überhaupt nicht aus dem Häuschen:
„Lassen wir es lieber sein,
denn so schlaf ich niemals ein!“

so ruft unsre Mutter maus
einen Hecht zur Hilfe aus
„Lieber Hecht, sei mir behilflich.
Bring ins bett die kleine Maus“!

Klar die Maus den Hecht kann sehen,
keinen Ton jedoch verstehen.
Öffnet er den Mund an Land,
was er singt ist unbekannt.

Und es ruft die Mutter Maus
Tante Katz zu sich ins Haus
„Uns besuche Tante Katze,
bring ins Bett die kleine Maus!“

Singt die katze ohne lästern
„Miau, miau miau, schlaf ein, mein bester!
Miau, miau, miau, ich bin ganz nett
Leg dich schlafen in dein Bett.

Dieses haut das dumme Mäuschen
Ganz gewaltig aus dem Häuschen:
„Deine Stimme ist so gut.
Sie mich schnell ins Traumland tut.“

Als nun kommt die Mutter Maus,
ist ihr Sohn nicht mehr im Haus.
Denn er ist, mann muss verstehen
Nur im Katzenbauch zu sehen

IIja Averbukh(Nach einem russischen Märchengedicht von Samuil Marschak)
28.12.15